Kabarett in den Zwanzigerjahren


In Deutschland und in Österreich galt die Tradition des Volkstheaters in Mundart. In Metropolen wie Berlin, München oder Wien blühte daneben auch das Variété-Theater oder das Tingeltangel (caf’-conc’). Dort konnten die Zuschauer essen und trinken und dabei den Künstlern auf der Bühne zusehen. Es gab aber auch Kabarettveranstaltungen mit intellektuellem Inhalt, ein Experimentierfeld für Kaffeehaus-Literaten, Dadaisten und Expressionisten. Franz Wedekind, Kurt Tucholsky oder Walter Mehring waren die herausragenden Kabarettautoren der Zwanzigerjahre. Für Bert Brecht, der seine Karriere bei Karl Valentin begann, diente Kabarett als Anregung für seine Theorie des epischen Theaters. Karl Valentin verkörpert eine Mischung aus Kabarett, Volkstheater und Tingeltangel.


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