|
Wim Wenders wurde
am 14. August 1945 in Düsseldorf geboren. 1967-1970 besuchte er die Münchner
Hochschule für Film und Fernsehen, die er mit dem Film Summer in the
City abschloss. 1971 feierte Wenders seinen ersten Erfolg mit der Verfilmung
von Peter Handkes Roman Die Angst des Tormanns beim Elfmeter. 1973 zog
er die Aufmerksamkeit von Kritik und Publikum durch Alice in den Städten
auf sich; zwei Jahre darauf gewann er für Falsche Bewegung fünf
Bundesfilmpreise. Ebenfalls 1975 gründete Wenders seine eigene Produktionsfirma.
Wenig später schuf er mit Im Lauf der Zeit (1976) eines der Hauptwerke
des Neuen Deutschen Films. Der Kinoerfolg von Der amerikanische Freund (1977),
für den er das Filmband in Silber erhielt, öffnete ihm den Weg in
die USA, wo er zunächst 1978-1982 in die langwierigen Dreharbeiten von
Hammet involviert war. In den USA schuf Wenders weitere Filme, die wie
Der Stand der Dinge (1981) und Paris, Texas (1983) von der europäischen
Kritik als gelungene Verbindung europäischer und amerikanischer Filmstile
gefeiert wurden. Für den Stand der Dinge gewann er Auszeichnungen
auf den Filmfestspielen von Venedig. Paris, Texas bescherte ihm die Goldene
Palme von Cannes und den British Academy Award. In den USA, wo sein eigenwilliges
Amerikabild auf wenig Gegenliebe stieß, blieb ihm allerdings der Erfolg
versagt. In die Bundesrepublik zurückgekehrt realisierte Wenders 1987 mit
dem Himmel über Berlin einen seiner größten internationalen
Erfolge, der ihm den Deutschen Filmpreis, den Regiepreis von Cannes und den
Kritikerpreis von Los Angeles einbrachte. 1991 gelangte mit Bis ans Ende
der Welt einer der bedeutendsten Filme der jüngeren europäischen
Filmgeschichte in die Kinos, für den der Regisseur Dreharbeiten auf der
ganzen Welt durchgeführt hatte. Für In weiter Ferne so nah, eine
Fortsetzung des Himmels über Berlin, erhielt Wenders 1993 den Großen
Jury-Preis von Cannes. Ein großer Erfolg wurde 1999 das kubanische Gesellschafts-
und Musikporträt Buena Vista Social Club, an dem Wim Wenders als
Autor mitgewirkt hatte.
Nach:
www.rasscass.com
|
Ph © AKG - PARIS
|