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Am 8. August 1945 beschlossen die Regierungen Großbritanniens, der USA, Frankreichs und der Sowjetunion, die politischen Führer des Kriegsverlierers Deutschland vor ein internationales Militärtribunal zu stellen. Der erste der insgesamt dreizehn Nürnberger Prozesse galt den Hauptkriegsverbrechern. Angeklagt waren insgesamt vierundzwanzig hochrangige nationalsozialistische Politiker und Militärs, unter anderem Hermann Göring, Rudolf Hess und Albert Speer. Die Anklage lautete auf Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen den Frieden und Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Nach 43 Wochen Verhandlungen vom 14. November 1945 bis zum 1. Oktober 1946 wurde das Urteil verlesen: zwölf Todesstrafen und sieben Gefängnisstrafen, drei der Angeklagten wurden freigesprochen. Von 1947 bis 1949 fanden in Nürnberg die zwölf US-Militärprozesse gegen Politiker, Militärs, Wirtschaftsführer, Mediziner, Juristen, Mitglieder des Auswärtigen Amtes usw. statt. Ähnliche Verfahren wurden in der französischen, britischen und sowjetischen Besatzungszone durchgeführt. Nürnberg ist zu einem Symbol für die Ausgestaltung und Verfestigung des internationalen Völkerrechts geworden.
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