Geschichte des Kölsch


Kölsch im heutigen Sinne wurde ab Ende des 19. Jahrhunderts gebraut. Laut Darstellung der Garde-Brauerei wurde das erste „Kölsch“ überhaupt im Jahre 1892 in Dormagen, in der damals noch im Privatbesitz befindlichen Vorgängerbrauerei von Garde, gebraut. Verbrieft ist hingegen, dass in der Sünner-Brauerei seit 1906 Kölsch produziert wird und im Jahr 1918 zum ersten Mal mit dem Begriff „Kölsch“ für das helle, obergärige Bier von Sünner geworben wurde.
Durch die Erfindung der Kältemaschinen von Linde wurde Ende des 18. Jahrhunderts Bier erstmals im industriellen Maßstab hergestellt. Auch in Köln wurden immer mehr große Aktien- Brauereien gegründet, die überwiegend untergäriges Bier produzierten. Hierdurch wurden immer mehr obergärig brauende Hausbrauereien verdrängt, Kölsch spielte auf dem Kölner Biermarkt nur eine sehr untergeordnete Rolle.
Dies änderte sich erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Die Kölner bevorzugten ihr obergäriges Bier und verdrängten durch die Nachfrage die untergärigen Biere aus Köln. Interessant ist, dass fast alle sogenannten Kölsch-Brauereien auch Export, Pils und Alt im Angebot hatten und teilweise auch noch haben. Dennoch kommen einem Bezeichnungen wie „Reissdorf Pils“ oder „Sester Alt“ nur schwer über die Lippen.
www.koelsch-net.de

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